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Neue „GERMANIA“- Folgen zum lokalen Identitätsgefühl

Mainz, 21. Mai 2019 – Ob Kiez, Veedel oder Hood – alle Begriffe meinen dasselbe, aber sind doch von Lokalkolorit geprägt. So verschieden wie die Orte, an denen man aufwächst, so unterschiedlich sind die Perspektiven auf Deutschland. Was bleibt ist die Frage: Was ist deutsche Identität? Einmal wöchentlich geht das funk-Format „GERMANIA“ auf YouTube und funk.net genau dieser Frage nach und spricht mit Menschen, die in Deutschland leben, über ihr Identitätsgefühl. Während bisher Menschen porträtiert wurden, die ihre Wurzeln auch in einem anderen Land haben, öffnet sich das Format nun für jene, die keinen unmittelbaren Migrationshintergrund haben. 

In der Auftaktfolge meldet sich am Mittwoch, den 22. Mai 2019, Rapper Marvin Game zu Wort: „Ich finde es ist egal, wo du herkommst – Nationalstolz ist überall Quatsch.“ Er erzählt außerdem von seinem Kiez Berlin-Moabit, den er für seine kulturelle Vielfalt schätzt und in dem er noch heute wohnt. „Ich bin sehr oft mit meinem Bruder im Kiez damit konfrontiert worden, dass die Leute sagten: ‚Morten, Marvin, was seid ihr eigentlich? Ihr seid Polen, wa?‘ – ‚Nein, wir sind Deutsche.‘ – ‚Ich kenne keine Almans, die so korrekt sind!‘ Damit klarzukommen, dass du aufgrund deiner Nationalität nicht korrekt sein kannst, ist schwierig im ersten Moment“, so Marvin Game. 

Folge mit „Fettes Brot“ am Mittwoch, den 5. Juni 2019: Das Hip-Hop-Trio wurde sowohl von der Sehnsucht nach Verbündeten in norddeutschen Kleinstädten, als auch vom pulsierenden Leben der Großstadt Hamburg geprägt. Bis heute ist die Hansestadt ihr Zuhause. In „Germania“ gehen sie zurück zu ihren Wurzeln: Anfang der 90er-Jahre machten sich König Boris, Björn Beton und Dr. Renz auf die Suche nach einer gemeinsamen Identität. Gefunden haben sie sich als Band irgendwo zwischen US-amerikanischen Straßenrap-Legenden und einer aufkeimenden Mainstream-Debatte rund um deutschen Hip-Hop und Underground-Rap. Songs wie „Fremd im eigenen Land“ von „Advanced Chemistry“ rütteln nicht nur die Szene auf – hier finden sich die Jungs von „Fettes Brot“ selbst wieder.  

 Auch über 20 Jahre später lassen sich die Band-Mitglieder in keine Schublade stecken: „Wir sind Fans von Differenzierung und davon, nicht alle über einen Kamm zu scheren. So wie man uns als alberne Mittelstandskinder, die nichts zu erzählen haben und noch nie Sorgen im Leben ausstehen mussten, wahrnehmen kann, so kann man natürlich auch ein einseitiges Bild von irgendwelchen Gangsterrappern haben.“ 

Preview – Zwei Folgen „GERMANIA“ Die Serie können nur akkreditierte Nutzer anschauen. Bitte akkreditiere dich oder melde dich an.

 


Über funk 

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