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Secondhand-Boom bei Zalando und About You: Nachhaltig oder smartes Business?

Aktuell steigen große Mode-Händler ins Secondhand-Geschäft ein und kaufen gebrauchte Kleider ihrer Kunden*innen an. Was machen sie aus aussortierten Klamotten? Was passiert, wenn abgetragene Kleidung nicht mehr bei Kleiderspenden landen? Das Y-Kollektiv nimmt sich in der neuen Reportage „Secondhand auf Zalando & About You“ diesen Fragen an – ab sofort verfügbar auf YouTube und funk.net.   

Online-Secondhandmode erlebt aktuell einen Aufschwung, auch durch Corona. Laut dem Resale Report 2019 der Secondhand Plattform Thred Up ist der Secondhand-Markt in den vergangenen drei Jahren 21-mal schneller gewachsen als der Einzelhandel für Bekleidung. Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar für den Secondhand Fashion Report 2020 von upup.com zeigt, dass 63 Prozent der Secondhand-Käufer*innen ihre Kleidung mittlerweile online kaufen.  

Durch den Verkauf von Fast Fashion wurde Zalando zum umsatzstärksten Online-Mode-Händler in Europa. Jetzt können Kund*innen dort per App ihre gebrauchte Kleidung verkaufen. Dafür gibt es aber kein Geld, sondern einen Gutschein oder die Möglichkeit, den Betrag an eine gemeinnützige Organisation zu spenden. Auch der große Fashion-Player About You verkauft jetzt Secondhand-Klamotten und auch sie wollen künftig getragene Kleidung ankaufen. Die Reportage setzt sich mit der Frage auseinander, ob es den großen Fashion-Playern mit dem Secondhand-Modell um Nachhaltigkeit geht oder hiermit weiterer Konsum befeuert wird. 

Y-Kollektiv-Reporter Frederik Fleig macht einen Selbsttest und will herausfinden, was hinter der vermeintlich nachhaltigen Aktion steckt. Er mistet seinen Kleiderschrank aus und testet das neue Geschäftsmodell. Im Rahmen seiner Recherche trifft er Tarek Müller, einen der Gründer des großen Online-Mode-Handels About You und schaut sich an, wie dort künftig unsere getragenen Klamotten in Szene gesetzt und verkauft werden. Er spricht mit Jochen Strähle, einem Professor für Internationales Fashion-Management über das neue Business. Außerdem hilft er Mitarbeiterinnen des Deutschen Roten Kreuzes beim Sortieren der Kleiderspenden und geht der Frage nach, was mit unseren Klamotten geschieht, die niemand mehr haben will. Was passiert, wenn wir unsere alte Kleidung künftig nicht mehr spenden, sondern an die großen Online-Händler verkaufen? Und was ist, wenn wir von diesem Geld dann weiter Fast Fashion shoppen? Ist das wirklich nachhaltig?  

Das Y-Kollektiv wird von Radio Bremen für funk produziert. Mehr Informationen sind auf der Formatseite im Presseportal verfügbar. Bildmaterial steht nach Akkreditierung im Downloadbereich zur Verfügung.  

 


Über funk 

funk ist das Content-Netzwerk von ARD und ZDF, das Online-Inhalte für 14- bis 29-Jährige bietet. Die über 70 funk-Formate aus den Bereichen Information, Orientierung und Unterhaltung sind auf Facebook, YouTube, Snapchat und Instagram sowie auf funk.net zu finden. Die Inhalte entstehen in Redaktionen von ARD und ZDF in ganz Deutschland und zusammen mit Creator*innen und Produzent*innen. funk arbeitet mit etablierten Köpfen der Webvideo-Szene zusammen, unterstützt und fördert aber auch Newcomer*innen. Die funk-Zentrale in Mainz trifft strategische Entscheidungen, entwickelt das Angebotsportfolio und optimiert zusammen mit den Partner*innen die Formate.