Capital Bra über seine frühere Tilidin-Sucht: „Es war der schlimmste Absturz“

Rap-Star Capital Bra war abhängig vom Schmerzmedikament Tilidin. Im Interview mit dem Rechercheformat STRG_F (NDR/funk) berichtet er, wie er bereits als 15-Jähriger in Berührung mit dem rezeptpflichtigen Medikament gekommen ist. „Das erste Mal war der schlimmste Absturz“, so der Rapper. Er habe sich zwei Tage lang übergeben und im Bett gelegen. Danach habe er Tilidin regelmäßig konsumiert. „Du gehst nicht schaukeln mit 15. Einer holt Gras, einer holt Tilidin, dann chillst du halt den ganzen Tag. Und jeden Tag von vorne.“ Schließlich sei er süchtig gewesen. „Du kannst nicht ohne. Du sitzt dann da wie ein vercrackter Junkie.“ Zukünftig wolle er in seinen Songs weniger über Drogen rappen.

Capital Bra erwähnt das beruhigende, aber auch euphorisierende und enthemmende Schmerzmedikament von allen Deutsch-Rap-Künstlern am häufigsten in seinen Songs. Seit 2016 hat er es in 16 Titeln thematisiert. Jetzt wolle er vor Tilidin warnen. Er habe es nie als cool darstellen wollen, sondern nur gezeigt, wie er lebe. Weil es für ihn die günstigste Droge gewesen sei, habe er Tilidin in seiner Jugend regelmäßig konsumiert. „Stell dir mal vor, du hast kein Geld, du bist in Hohenschönhausen. Ihr hängt alle zusammen rum. Jeder hat ein bisschen Kleingeld in der Tasche.“

Mit Beginn seiner Rap-Karriere habe Tilidin ihm bei der Verdrängung von Stress geholfen. „Auf einmal bist du Rap-Star“, erzählt er. „Wir haben das genommen zum Klarkommen. Weil alles ist zu viel, jeder macht Fotos.“ Tilidin habe ihn in dieser Zeit beruhigt. Doch dann spitzte sich die Situation seinen Angaben zufolge zu. „Irgendwann geht es auch auf deinen Kopf. Wenn du keine Kontrolle mehr über etwas hast, ist kacke“, so Capital Bra.

Schließlich habe er beschlossen, das Medikament abzusetzen. Es sei eine Katastrophe gewesen. „Die ersten zwei Tage denkst du, es ist schlimm, aber dann wird es schlimm.“ Wenn man einen Monat durchhalte, habe man es geschafft. „Ich wollte meine Kinder auch vom Kindergarten abholen. Ich wollte nicht mehr benebelt sein oder was auch immer.“

Tilidin gilt als Rapdroge. Zahlreiche Künstler verherrlichen in ihren Texten das Schmerzmittel. Zeitgleich mit dem Hype sind die Tilidin-Verschreibungen bei gesetzlich Versicherten in der Altersgruppe der 15- bis 20-Jährigen innerhalb von zwei Jahren um das 30-fache gestiegen. Viele Songs, die Tilidin zentral thematisieren, waren auch in diesem Zeitraum ab 2017 erschienen. Auch wenn der Zusammenhang nicht eindeutig ist, betonen Fans, dass sie ihren Idolen durch den Konsum näher sein wollen. „Dieses Gefühl ist auf jeden Fall nichts Cooles“, sagt Capital Bra. „Macht es auf jeden Fall nicht. Ihr kommt mir nicht näher.“ Und er appelliert an mögliche Nachahmer: „Wer es ausprobieren will und cool sein will, soll es probieren. Aber er ist gefickt danach. Das musst du auf jeden Fall safe wissen.“

Das Interview ist ab sofort auf dem YouTube-Kanal STRG_F verfügbar.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktion STRG_F, Jasmin Klofta, Tel. 040/4156 4882.

Mehr Informationen stehen auf der Formatseite im Presseportal zu Verfügung. Bilder sind nach Akkreditierung im Downloadbereich zugänglich.  

 


Über funk 

funk ist das Content-Netzwerk von ARD und ZDF, das Online-Inhalte für 14- bis 29-Jährige bietet. Die über 70 funk-Formate aus den Bereichen Information, Orientierung und Unterhaltung sind auf Facebook, YouTube, Snapchat und Instagram sowie auf funk.net zu finden. Die Inhalte entstehen in Redaktionen von ARD und ZDF in ganz Deutschland und zusammen mit Creator*innen und Produzent*innen. funk arbeitet mit etablierten Köpfen der Webvideo-Szene zusammen, unterstützt und fördert aber auch Newcomer*innen. Die funk-Zentrale in Mainz trifft strategische Entscheidungen, entwickelt das Angebotsportfolio und optimiert zusammen mit den Partner*innen die Formate.

Weitere Informationen unter presse.funk.net.

 

Schmerzmedikament Tilidin: dramatischer Anstieg bei Jugendlichen

Bei 15- bis 20-Jährigen sind die Verschreibungen des Schmerzmedikaments Tilidin innerhalb von zwei Jahren in Deutschland um das 30-fache gestiegen. Das geht aus Daten der gesetzlichen Krankenkassen hervor, die dem Reportageformat STRG_F (NDR/funk) vorliegen. 2017 waren es noch 100.000 definierte Tagesdosen, 2019 dann mehr als drei Millionen. Experten warnen nun vor Missbrauch.

Gesundheitsexperte Professor Gerd Glaeske von der Universität Bremen spricht von einer „Auffälligkeit“. Er empfiehlt zu prüfen, ob auch Tilidin-Tabletten unter das Betäubungsmittelgesetz fallen sollten. Tilidin in Tropfen-Form fällt bereits seit 2013 unter das Betäubungsmittelgesetz. Tilidin-Tropfen machen inzwischen nur noch vier Prozent der Verschreibungen des Medikaments aus – offenbar eine Folge der strengeren Kontrollen.

Auf STRG_F-Anfrage erklärte das zuständige Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), dass es die vorgelegten Zahlen sehr ernst nehme. Die zuständige Bundesopiumstelle des BfArM wolle nun „weitere Erkenntnisse mit Blick auf einen Anstieg der Verordnungen gewinnen“. Bei „entsprechender Datenlage“ solle sich der Sachverständigenausschuss für Betäubungsmittel mit Tilidin in Tablettenform befassen.

Tilidin ist ein rezeptpflichtiges Medikament aus der Gruppe der Opioide und wird zur Behandlung von starken Schmerzen eingesetzt. Häufig werden akute Beschwerden wie z.B. nach einer Hüft- oder Knieoperation damit behandelt. Die Wirkung ist schmerzstillend, aber auch euphorisierend und enthemmend. Bisher gilt die allgemeine Auffassung, dass Tilidin kein hohes Missbrauchspotenzial aufweist, da es zu den Arzneimitteln mit retardierender Wirkung gehört – durch den Naloxon-Blocker wird der Wirkstoff nur langsam freigesetzt. Doch nach Information von STRG_F wissen viele Jugendliche, wie die Retardierung umgangen werden kann, so dass der Wirkstoff sofort freigesetzt wird.

Seit 2017 thematisieren bekannte Deutsch-Rapper wie Capital Bra, Samra oder AK Ausserkontrolle vermehrt Tilidin als Droge in ihren Songtexten. Der Song „Tilidin“ von Capital Bra und Samra hat auf YouTube aktuell mehr als 65 Millionen Aufrufe. Capital Bra ist aktuell – gemessen an den Nummer-Eins-Hits – der erfolgreichste Künstler der deutschen Musik-Geschichte.

Viele Jugendliche versuchen anscheinend, den Lebensstil zu imitieren, posieren in sozialen Medien mit dem Schmerzmedikament. Ein 18-jähriger Schüler, der nach eigenen Angaben regelmäßig Tilidin nimmt, erzählt im STRG_F-Interview: „Man will den Rappern näher sein, dadurch, dass man sich dieselben Sachen antut wie die.“ Weiter sagt er: „Wenn sie sich als real vermarkten, dann sollte man dem Glauben schenken.“

Dass junge Erwachsene die Songtexte der Rapper wörtlich nehmen, stützen auch Aussagen von Tilidin-Dealer*innen. Sie erzählen, dass sich die Nachfrage merklich steigert, wenn ein neuer Rap-Hit veröffentlicht wird, der Tilidin thematisiert. Ein Darknet-Dealer erklärt, dass „ganz klar Minderjährige Interesse an diesen Substanzen zeigen“. Dies sei seiner Ansicht nach der Deutsch-Rap-Szene zuzuordnen.

Konkrete Fragen an die Deutsch-Rapper Capital Bra, Samra oder AK Ausserkontrolle blieben unbeantwortet.

Das Video ist ab 17.00 Uhr auf dem YouTube Kanal von STRG_F verfügbar.

 


Über funk 

funk ist das Content-Netzwerk von ARD und ZDF, das Online-Inhalte für 14- bis 29-Jährige bietet. Die über 70 funk-Formate aus den Bereichen Information, Orientierung und Unterhaltung sind auf Facebook, YouTube, Snapchat und Instagram sowie auf funk.net zu finden. Die Inhalte entstehen in Redaktionen von ARD und ZDF in ganz Deutschland und zusammen mit Creator*innen und Produzent*innen. funk arbeitet mit etablierten Köpfen der Webvideo-Szene zusammen, unterstützt und fördert aber auch Newcomer*innen. Die funk-Zentrale in Mainz trifft strategische Entscheidungen, entwickelt das Angebotsportfolio und optimiert zusammen mit den Partner*innen die Formate.

Weitere Informationen unter presse.funk.net.

STRG_F über Drogenhandel auf Instagram

Die Social-Media-Plattform Instagram ist offenbar ein etablierter Platz für Drogenhandel und den Handel mit verschreibungspflichtigen Medikamenten. Über zahlreiche Accounts von Dealer*inn läuft nach Recherchen von STRG_F (NDR/funk) dabei nicht nur die Anbahnung der Geschäfte, sondern auch die Abwicklung des Drogenverkaufs. Kund*innen werden über ästhetische Clips und Bilder mit Drogeninhalten angesprochen, die Deals über Direktnachrichten abgewickelt. Die Zustellung erfolgt per Post oder Kurierdienst.

In einer Stichprobe von zehn juristisch überwachten Käufen bei verschiedenen Anbietern hat die Redaktion von STRG_F neben Cannabis auch Ketamin, Ecstasy, Diazepam, Lean (Zitronenlimonade mit codeinhaltigem Hustensaft und Promethazin), den verschreibungspflichtigen Hustensaft Makatussin sowie Morphin zugeschickt bekommen.

Eine erste Untersuchung der Medizinischen Hochschule Hannover belegt, dass die Drogen echt und wirksam sind (weitere Laborergebnisse stehen derzeit noch aus). Im Verlauf der Anfragen hat der Instagram-Algorithmus immer mehr Drogen-Accounts vorgeschlagen, gleichzeitig wurden der Redaktion immer mehr Nachrichten von Dealer*innen geschickt. Über diese Accounts werden auch Drogen wie Kokain, LSD und Crystal Meth vertrieben.

Nach einer redaktionellen Anfrage verweist ein Facebook-Sprecher darauf, dass Drogenhandel auf Instagram verboten ist. Der Onlinedienst, der zu Facebook gehört, entferne Inhalte, sobald man sie finde. „Zwischen Januar und März hat die Plattform 1,3 Millionen Inhalte entfernt, die im Zusammenhang mit Drogenverkäufen standen“, so der Facebook-Sprecher. 95 Prozent davon hätte man proaktiv gefunden, bevor sie jemand gemeldet habe. Man investiere zudem in Technologien und die Zusammenarbeit mit Sicherheitsexperten.

Die Stichprobe der STRG_F Redaktion belegt dagegen weniger Löschungserfolge. Von zehn Accounts, bei denen die Redaktion bestellt hat, wurden lediglich zwei gelöscht. Die anderen bieten ohne Einschränkungen weiterhin Drogen an. Seit Beginn des Erstkontakts bis heute sind inzwischen vier Monate vergangen.

Das Bundeskriminalamt äußert, dass das Phänomen Rauschgifthandel in sozialen Netzwerken wie Instagram seit mehreren Jahren bekannt sei. Aus kriminaltaktischen Gründen könne man keine weiteren Auskünfte über initiative Ermittlungen geben.

Das Video zur Recherche ist ab dem 18.08.2020 um 17 Uhr auf dem Kanal von STRG_F und funk.net verfügbar.

STRG_F wird vom NDR für funk produziert. Mehr Informationen stehen auf der Formatseite im Presseportal zu Verfügung.

 


Über funk 

funk ist das Content-Netzwerk von ARD und ZDF, das Online-Inhalte für 14- bis 29-Jährige bietet. Die über 70 funk-Formate aus den Bereichen Information, Orientierung und Unterhaltung sind auf Facebook, YouTube, Snapchat und Instagram sowie auf funk.net zu finden. Die Inhalte entstehen in Redaktionen von ARD und ZDF in ganz Deutschland und zusammen mit Creator*innen und Produzent*innen. funk arbeitet mit etablierten Köpfen der Webvideo-Szene zusammen, unterstützt und fördert aber auch Newcomer*innen. Die funk-Zentrale in Mainz trifft strategische Entscheidungen, entwickelt das Angebotsportfolio und optimiert zusammen mit den Partner*innen die Formate.

Weitere Informationen unter presse.funk.net.

Mordfall Walter Lübcke: STRG_F veröffentlicht erstmals Vernehmungsvideos von Stephan E.

Es sind Geständnisse, die verstören. Der mutmaßliche Mörder des Politikers Walter Lübcke, der Neonazi Stephan E., sitzt im Vernehmungsraum und wird befragt. Er soll den Ermittlern schildern, wie seine mutmaßliche Tat stattgefunden hat. Stephan E. atmet schwer, holt immer wieder tief Luft. Er gesteht an diesem Tag, wie er die Tat begangen haben will. So habe er den Zaun heruntergetreten und sei die Mauer hochgegangen, die Waffe in der Hand. „Der Tatentschluss war klar“, bestätigt er auf Nachfrage des Ermittlers. Mit beiden Händen zeigt er während der Vernehmung an, wie er sehr zielgerichtet zum Tatort gegangen sein will, der Hahn der Waffe sei gespannt gewesen. „Er hat mich noch gesehen“, sagt Stefan E.. „Er hat meinen Schatten gesehen. Er wollte schauen und in dem Moment ist der Schuss gefallen.“ Als er den Ablauf des tödlichen Schusses nachstellen soll, steht er auf und zeigt sein mutmaßliches Vorgehen. In einem späteren Geständnis präsentiert er eine andere Tatversion und belastet einen mutmaßlichen Mittäter.

Die polizeilichen Vernehmungsvideos wurden bereits in die öffentliche Gerichtsverhandlung eingebracht, Journalist*innen haben darüber geschrieben. Nun zeigt der Kanal STRG_F im Rahmen des Extremismus-Schwerpunktes von funk in einem knapp 30-minütigen Beitrag die Kernsequenzen und ordnet sie ein. Es ist ein zeitgeschichtliches Dokument in einem Verfahren, in dem es um den wohl ersten rechtsextremistisch motivierten Mord an einem Politiker in der Geschichte der Bundesrepublik geht.

In der Vernehmung schildert der mutmaßliche Täter, wie er sich radikalisiert haben will. Nach Jahren in der Neonazi-Szene sei er zwar 2011 aus dem harten Kern ausgestiegen, weil er sich nach eigenen Angaben um Beruf und Familie kümmern wollte. Doch 2013 habe er sich wieder radikalisiert – seinen eigenen Aussagen zufolge wegen steigender Zuwanderung. Nach dem islamistischen Attentat in Nizza im Juli 2016, bei dem mindestens 86 Menschen starben, habe er sich immer wieder die Tatvideos angeschaut, die im Internet kursierten. „Wir müssen was dagegen tun“, so Stephan E. in der Vernehmung. „Das Mindeste, was wir machen können, ist, dass wir uns bewaffnen.“ Dass der Mord ein terroristisches Signal gewesen sein soll, schildert er in seiner ersten Vernehmung ohne Umschweife. An dem Tatabend war eine Kirmes in der Nähe des Tatgeschehens, „die feiern da, für die scheint die Welt in Ordnung“, so Stephan E. in der Vernehmung über die Menschen auf dem Fest. Und weiter sagt er: „Ich möchte, dass der Terror zu ihnen kommt“. Sein erstes Geständnis hat er inzwischen widerrufen, in einem weiteren Geständnis jedoch seine Tatbeteiligung eingeräumt und einen weiteren Angeklagten belastet. Der Prozess gegen Stephan E. läuft noch. Über den genauen Tathergang und die Schuld von Stephan E. und dem Mitangeklagten Markus H. wird das Gericht also noch entscheiden.

Das Video ab Dienstag, 28. Juli 2020, 17.00 Uhr, auf dem YouTube-Kanal von STRG_F und funk.net verfügbar.

In einer Themenwoche beleuchtet funk, das Contentnetzwerk von ARD und ZDF, seit 27.07.2020 das Thema Extremismus in Deutschland. Zehn funk-Formate beteiligen sich mit ihren Recherchen am Schwerpunkt, darunter wird zu den Themen Antifa, Holocaustleugner und Reichsbürger recherchiert. Die Videos des Schwerpunktes sind auf YouTube und funk.net zu finden. Auch der Beitrag von STRG_F zum Mordfall Walter Lübcke ist Teil der Themenwoche.

STRG_F wird vom NDR für funk produziert. Mehr Informationen stehen auf der Formatseite im Presseportal zu Verfügung.

 


Über funk 

funk ist das Content-Netzwerk von ARD und ZDF, das Online-Inhalte für 14- bis 29-Jährige bietet. Die über 70 funk-Formate aus den Bereichen Information, Orientierung und Unterhaltung sind auf Facebook, YouTube, Snapchat und Instagram sowie auf funk.net zu finden. Die Inhalte entstehen in Redaktionen von ARD und ZDF in ganz Deutschland und zusammen mit Creator*innen und Produzent*innen. funk arbeitet mit etablierten Köpfen der Webvideo-Szene zusammen, unterstützt und fördert aber auch Newcomer*innen. Die funk-Zentrale in Mainz trifft strategische Entscheidungen, entwickelt das Angebotsportfolio und optimiert zusammen mit den Partner*innen die Formate.

Weitere Informationen unter presse.funk.net.

#ExtremLand – funk-Schwerpunkt zu Extremismus in Deutschland

Eine Undercover-Recherche unter Frauen-Hassern, Beiträge über Holocaustleugner*innen, Antifa und Reichsbürger*innen: In einem Schwerpunkt beleuchtet funk verschiedene Formen von Extremismus in Deutschland. Die Themenwoche startet am 27. Juli 2020 – zehn funk-Formate sind mit ihren Beiträgen dabei.

Wie kommen extreme Positionen zustande? Und wie gehen wir in unserer Gesellschaft damit um? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigen sich die beteiligten Formate in dem Schwerpunkt rund um das Thema Extremismus.

Los geht es am Montag, 27. Juli 2020 um 17 Uhr, mit einem Beitrag von Cinema Strikes Back zum Thema beschlagnahmte Filme. Am Dienstag widmet sich STRG_F in einer exklusiven Recherche dem Thema Rechtsextremismus.

Alle Beiträge der Themenwoche sind auf funk.net und YouTube zu finden und werden unter dem gemeinsamen Hashtag #ExtremLand veröffentlicht.

 

Weitere Themen des Schwerpunkts:

Das Y-Kollektiv hat in der deutschen Incel-Szene recherchiert. Als Incels bezeichnen sich Männer, die noch nie Sex hatten. Viele von ihnen hassen Frauen. In den USA und Kanada haben Incels bereits tödliche Anschläge verübt. Doch wie gefährlich ist die Incel-Szene in Deutschland? Isabell Beer und Johannes Musial haben sich neun Monate lang auf die Suche begeben – auch undercover. Das Video erscheint am Donnerstag, 30. Juli 2020, um 15 Uhr.

Niemand wird als Extremist*in geboren – und kein Mensch ist von der Kindheit an ein*e potenzielle*r Terrorist*in. Wie aber kommt es, dass sich jemand radikalisiert und am Ende womöglich sogar bereit ist, andere zu töten? Um diese Frage geht es in dem Video „Könntest du ein Terrorist sein?“ auf dem Kanal MrWissen2go, das sich dem Thema mit einem psycho-sozialen Blick nähert. Passend dazu wird MrWissen2go Geschichte die Geschichte des Terrorismus beleuchten. Wie hat sich Terrorismus in den vergangenen Jahrhunderten entwickelt? Welche Formen nahm er an? Und: Wer waren die maßgeblichen Akteure? Beide Beiträge erscheinen am Mittwoch, 29. Juli 2020 um 15 Uhr.

Franziska Schreiber veröffentlicht zwei Videos zum Schwerpunkt auf ihrem Kanal. Neben der Antifa (Veröffentlichung am Freitag, 31 Juli 2020, 16 Uhr) setzt sie sich in einem Video mit dem Thema „Wie Extremisten Jugendliche anwerben“ auseinander, das am Montag, 27. Juli 2020 um 16 Uhr erscheint.

Bei represent geht es um rechtsextreme Tendenzen im Kommando Spezialkräfte (KSK). Soldaten zeigen den Hitlergruß, stehlen Munition und Sprengstoff, bereiten sich auf einen Bürgerkrieg vor. Entsteht da eine Bedrohung nicht nur für unsere Demokratie, sondern konkret für jeden und jede Einzelne von uns? represent hat nachgefragt, wie uns die Politik schützen will. Der Beitrag ist ab Donnerstag, 30. Juli 2020 um 15 Uhr verfügbar.

Der Kanal von DIE DA OBEN! widmet sich in einem Video am Samstag, 1. August 2020, dem Thema Reichsbürger*innen. Hinter diesem Begriff stehen einzelne Personen und kleine Gruppen, die die Bundesrepublik ablehnen. Sie glauben daran, dass weiter ein Deutsches Reich existiert.

Auf den Spuren der Antifa-Szene ist Timm Giesbers für reporter unterwegs. Er will wissen, wie radikal die verschiedenen Gruppen in Deutschland sind und wie sie zur Frage der Gewalt stehen. Dazu spricht er mit Vertretern der Szene aus Niedersachsen und Münster und trifft auch den in der Szene sehr bekannten Journalisten Sören Kohlhuber. Der Beitrag erscheint am Mittwoch, 29. Juli 2020 um 16.30 Uhr.

Für den Beitrag von follow me.reports hat Gastreporter Malcolm zusammen mit einem Journalisten von „democ“ eine Kundgebung von Rechtsextremen vor dem Bundeskanzleramt in Berlin besucht. Die Plattform „democ“ dokumentiert Demonstrationen antidemokratischer Gruppierungen. Dass es nicht ungefährlich ist, von einer solchen Demonstration zu berichten, wird auch bei diesem Dreh deutlich. Das Video wird am 29. Juli um 15 Uhr veröffentlicht.

Downloadmaterial zum Themenschwerpunkt ist nach Akkreditierung im Downloadbereich im Presseportal verfügbar.

 


Über funk 

funk ist das Content-Netzwerk von ARD und ZDF, das Online-Inhalte für 14- bis 29-Jährige bietet. Die über 70 funk-Formate aus den Bereichen Information, Orientierung und Unterhaltung sind auf Facebook, YouTube, Snapchat und Instagram sowie auf funk.net zu finden. Die Inhalte entstehen in Redaktionen von ARD und ZDF in ganz Deutschland und zusammen mit Creator*innen und Produzent*innen. funk arbeitet mit etablierten Köpfen der Webvideo-Szene zusammen, unterstützt und fördert aber auch Newcomer*innen. Die funk-Zentrale in Mainz trifft strategische Entscheidungen, entwickelt das Angebotsportfolio und optimiert zusammen mit den Partner*innen die Formate.

Weitere Informationen unter presse.funk.net.

STRG_F über Smart Speaker: Intime Momente mitgehört

Sogenannte Smart Speaker werden häufig unbeabsichtigt aktiviert und übermitteln private Gespräche. Drei ehemalige Mitarbeiter*innen von Firmen, die für Apple und Amazon solche Aufnahmen überprüft haben, schildern, wie sie intime Momente aus dem Leben von Kund*innen mitgehört haben. In Interviews mit STRG_F, dem investigativen NDR-Rechercheformat für funk, und der Süddeutschen Zeitung (SZ) berichten sie von abgelauschten Gesprächen mit Ärzt*innen, Geschäftsbesprechungen und aufgezeichneten Streits und Sex.

Eigentlich sollen die Geräte nur Aufnahmen übermitteln, wenn sie mit speziellen Wörtern aktiviert werden – etwa mit „Ok, Google“, „Hey Siri” oder „Alexa”. Erst dann wird eine Verbindung zum Rechenzentrum hergestellt und der folgende Sprachbefehl verarbeitet. Doch eine neue Studie, die STRG_F und der SZ vorliegt, belegt, dass Smart Speaker häufig ungewollt Aufnahmen starten. Bei der aktuellen Untersuchung schalteten sich die Geräte auch bei anderen Wörtern ein. Und Hersteller lassen einen Teil der Aufnahmen von Menschen mithören, um zu prüfen, ob der Computer die Befehle richtig erkennt.

Eine Forschergruppe der Ruhr-Universität Bochum und des Bochumer Max-Planck-Instituts für Sicherheit und Privatsphäre hat insgesamt elf Smart Speaker untersucht: von Apple, Google, Amazon, Microsoft, der Telekom und den chinesischen Firmen Xiaomi, Tencent und Baidu. Die Wissenschaftler*innen beschallten die Geräte mehr als 16 Tage lang mit englischsprachigen TV-Serien, Nachrichten sowie speziellen Tondatenbanken und registrierten dabei rund 735 fehlerhafte Auslöser. Nach zusätzlichen sieben Tagen deutschsprachiger Sendungen hatten sich die Geräte rund 180 Mal aktiviert.

Dabei stellten sie signifikante Unterschiede zwischen den einzelnen Herstellern fest. Bei den englischsprachigen Tests startete Microsofts „Cortana“-Assistenzsystem am häufigsten eine Aufzeichnung, ohne ausdrücklich aktiviert worden zu sein. Bei den deutschsprachigen Systemen schalteten sich die Geräte von Amazon deutlich öfter unbeabsichtigt ein als die von Google, Apple und Telekom.

Viele Fehler waren auf ähnlich klingende Worte zurückzuführen. Als in der Sendung „Das Traumschiff“ etwa ein „Daiquiri“ bestellt wurde, fühlte sich das Apple-Gerät („Hey Siri“) angesprochen. Als es in derselben Serie um „Botswana“ ging, sprang die Microsoft-KI „Cortana“ an. Amazons Gerät reagierte auf die Tagesschau-Vorhersage, dass es „am Sonntag“ („Amazon“) gutes Wetter geben solle.

Der Hamburger Datenschutz-Beauftragte Johannes Caspar fordert, dass die Unternehmen von sich aus auf dieses Problem aufmerksam machen. „Man muss vom Hersteller erwarten, dass er die Verbraucher im datenschutzrechtlichen Sinne aufklärt und darauf hinweist, dass es eben ein entsprechendes Risiko der Privatsphäre ist“, sagte Caspar NDR und SZ. Das könne etwa über entsprechende Label oder Hinweise auf der Verpackung geschehen. Er setzt aber auch darauf, dass die Systeme mit der Zeit besser und ungewollte Aktivierungen seltener werden. „Künstliche Intelligenz lernt aus Fehlern“, so Caspar.

Google hat derzeit die manuelle Auswertung nach eigenen Angaben ausgesetzt, will aber in Zukunft wieder Menschen einsetzen, um die Sprachtechnologie zu verbessern. Die Nutzer*innen müssten sich dann aber aktiv dafür entscheiden, teilte das Unternehmen auf Anfrage mit. Grundsätzlich arbeite Google ständig daran, die Erkennungstechnologie für die Aktivierungswörter zu verbessern. Zudem könnten Nutzer*innen Aufnahmen löschen lassen, wenn sie erkennen, dass sich das Gerät unbeabsichtigt eingeschaltet hat.

Apple hat auf konkreten Fragen nicht geantwortet, sondern lediglich auf eine Stellungnahme vom August 2019 verwiesen. Darin heißt es, alle Daten von Siri würden unter einer zufälligen Kennung verarbeitet und nicht mit der Apple-ID oder der Telefonnummer verknüpft. Standardmäßig speichere das Unternehmen keine Audioaufzeichnungen mehr. Nutzer*innen könnten dem aber aktiv zustimmen, um zu „einer Verbesserung“ beizutragen. Die Aufnahmen bekämen dann „ausschließlich Apple-Mitarbeiter*innen“ zu hören, jede unbeabsichtigte Aufzeichnung solle gelöscht werden.

Amazon schrieb, die Erkennung des Aktivierungswortes und die Spracherkennung würden sich täglich verbessern und man investiere „weiterhin in die Verbesserung der entsprechenden Technologien”. Ein kleiner „Bruchteil von einem Prozent der Alexa-Anfragen” werde manuell bearbeitet. Die Aufnahmen seien dabei nicht mit Kundendaten verknüpft und nur eine begrenzte Anzahl von Mitarbeiter*innen habe Zugriff. Anders als bei Google und Apple müssen Kunden dem aber nicht aktiv zustimmen. Sie haben aber die Möglichkeit, der Nutzung der Sprachaufzeichnungen zu widersprechen, so Amazon.

Die Telekom teilte mit, dass eine Sicherheitsmaßnahme zum Schutz der Privatsphäre greife, sollten ähnlich klingende Worte zu einer versehentlichen Aktivierung führen. Die Sprachplattform überprüfe, ob wirklich das entsprechende Wort gesagt wurden. Nutzer*innen könnten auch den Verlauf der Gespräche einsehen, auf ungewollte Aufzeichnungen aufmerksam machen und diese löschen lassen. Zudem könnten sie die Mikrofone der Geräte mit einer Stumm-Taste ausschalten. Zur Sprachverbesserung würden „auf Datenschutz geschulte Mitarbeiter der Telekom“ einige Textfiles analysieren. Die Aufnahmen würden zuvor anonymisiert. Wenn ein Kunde dies nicht wolle, könne er in der App dem widersprechen.

Microsoft hat auf die Anfrage nicht geantwortet. Der Software-Konzern hat sein Spracherkennungs-System für Smart Speaker mittlerweile eingestellt. Xiaomi antwortete als einziger chinesischer Hersteller auf eine Anfrage und erklärte, dass die Geräte nicht für deutsch- oder englischsprachige Umgebungen optimiert seien. Alle der getesteten Sprachassistenten aus China werden offiziell nicht nach Europa verkauft.

STRG_F veröffentlicht dazu dieses Video: Sex, Streit, Arztgespräche: wie oft Smart Speaker heimlich mithören.

Das Format wird vom NDR für funk produziert.

Die Ergebnisse der Studie haben die Wissenschaftler*innen auf der eigenen Website veröffentlicht: https://unacceptable-privacy.github.io/

Mehr Informationen stehen auf den Formatseiten im Presseportal zu Verfügung. Bilder sind nach Akkreditierung im Downloadbereich zugänglich. 

 


Über funk 

funk ist das Content-Netzwerk von ARD und ZDF, das Online-Inhalte für 14- bis 29-Jährige bietet. Die über 70 funk-Formate aus den Bereichen Information, Orientierung und Unterhaltung sind auf Facebook, YouTube, Snapchat und Instagram sowie auf funk.net zu finden. Die Inhalte entstehen in Redaktionen von ARD und ZDF in ganz Deutschland und zusammen mit Creator*innen und Produzent*innen. funk arbeitet mit etablierten Köpfen der Webvideo-Szene zusammen, unterstützt und fördert aber auch Newcomer*innen. Die funk-Zentrale in Mainz trifft strategische Entscheidungen, entwickelt das Angebotsportfolio und optimiert zusammen mit den Partner*innen die Formate.

Weitere Informationen unter presse.funk.net.

STRG_F und KARAKAYA TALK gewinnen Grimme Online Award 2020

Gleich zwei funk Formate wurden am Donnerstag, 25. Juni 2020 mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet: In der Kategorie „Information“ konnte STRG_F die Jury überzeugen, in der Kategorie „Kultur und Unterhaltung“ gewann KARAKAYA TALK. Aufgrund der Corona-Pandemie fand die Verleihung der 20. Grimme Online Awards via Livestream statt, zu dem Vertreter*innen der 28 nominierten Angebote zugeschaltet wurden.

Über die ausgezeichneten Formate

STRG_F (NDR/ funk)

STRG_F ist das journalistische Rechercheformat von funk, das sich wöchentlich mit relevanten Themen junger Zielgruppen beschäftigt. Der Kanal hat über YouTube-Schneeballsysteme berichtet und SS-Kriegsverbrecher konfrontiert, neue juristische Details über den Rapper Bushido veröffentlicht und zum ersten Mal Aussteiger aus der Wettmafia interviewt. Bundesweit für Aufsehen gesorgt haben die Enthüllungen rund um die TV-Moderatoren Joko und Klaas, die zahlreiche ihrer Geschichten gefaked haben. Auch die Reportage von der Sea Watch 3 sorgte bundesweit für Beachtung, in der eine Reporterin von STRG_F drei Wochen lang die Ereignisse auf dem Flüchtlingsschiff dokumentierte. Das Kürzel STRG_F steht für Suchen und Finden – der Kern von Journalismus. STRG_F geht dahin, wo es was zu entdecken und aufzudecken gibt. Die jungen Reporter*innen berichten dabei subjektiv und transparent, ehrlich und ungeschönt. Die Sorgfalt der Recherche und die junge Erzählweise stehen im Mittelpunkt des Formats.

KARAKAYA TALK (WDR/ funk)

KARAKAYA TALK wurde als Gegenentwurf zu den etablierten Talks entwickelt. Hier sind Menschen zu Wort gekommen, über die in der deutschen Talkshowlandschaft gerne gesprochen wird, die dort aber nur höchst selten eine Stimme bekommen. Gastgeberin Esra Karakaya hat auch Themen angepackt, die im Mainstream gerne untergehen. Dank einer anderen Gäst*innen-Besetzung offenbarten sich dem Publikum völlig neue Aspekte und Denkanstöße. Esra Karakaya hat in ihrer Talkshow ein Stück Deutschland gezeigt, das so noch nicht in der Medienlandschaft abgebildet wurde, raus aus der Comfort-Zone.

Nach der ersten Staffel wird KARAKAYA TALK auf beidseitigen Wunsch hin nicht weitergeführt. Esra widmet sich vorerst neuen Projekten – und ist bei funk weiterhin bei den Datteltätern zu sehen.

In den letzten Jahren wurden bereits die funk Formate Einigkeit & Rap & Freiheit (2019), maiLab (2018) und Datteltäter (2017) mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet.

Mehr Informationen zu den Formaten gibt es in unserem Presseportal. Hier stehen nach der Akkreditierung auch Bilder im Downloadbereich zur Verfügung.

 


Über funk 

funk ist das Content-Netzwerk von ARD und ZDF, das Online-Inhalte für 14- bis 29-Jährige bietet. Die über 70 funk-Formate aus den Bereichen Information, Orientierung und Unterhaltung sind auf Facebook, YouTube, Snapchat und Instagram sowie auf funk.net zu finden. Die Inhalte entstehen in Redaktionen von ARD und ZDF in ganz Deutschland und zusammen mit Creator*innen und Produzent*innen. funk arbeitet mit etablierten Köpfen der Webvideo-Szene zusammen, unterstützt und fördert aber auch Newcomer*innen. Die funk-Zentrale in Mainz trifft strategische Entscheidungen, entwickelt das Angebotsportfolio und optimiert zusammen mit den Partner*innen die Formate.

Weitere Informationen unter presse.funk.net.

Drei funk-Formate für Grimme Online Award 2020 nominiert

Die Nominierungen für den diesjährigen Grimme Online Award stehen fest. Mit dabei ist in der Kategorie Wissen und Bildung das funkFormat Dinge erklärt – Kurzgesagt. In der Kategorie „Information“ sind die Formate STRG_F und KARAKAYA TALK nominiert. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Bekanntgabe erstmals auf YouTube präsentiert und konnte am 22. April ab 16:30 Uhr in einem Livestream verfolgt werden. Für den Publikumspreis können alle Internetnutzer*innen noch bis zum 14. Juni online voten. Die Preisverleihung wird am 25. Juni stattfinden.  

Über die nominierten Formate 

Dinge erklärt – kurzgesagt (ZDFfunk) 

Dinge erklärt – Kurzgesagt“ ist ein deutscher Wissenschaftskanal, der komplexe Themen aus Weltraumforschung, Physik, Biologie, Politik, Philosophie und Technik einfach und verständlich in animierter Form erklärt. Mit Liebe zum Detail werden komplizierte Zusammenhänge durch Storytelling, Illustration und Animation zum Leben erweckt, um möglichst viele Menschen für wissenschaftliche Themen zu begeistern. Das Format richtet sich an alle Zuschauer*innen, die etwas über das Universum lernen und sich faszinieren lassen möchten. 

STRG_F (NDRfunk) 

Die Tastenkombination STRG_F: Das steht für Suchen und Finden. „STRG_F“ geht dahin, wo es was zu entdecken und aufzudecken gibt. „STRG_F“ ist eine Gruppe junger Reporter*innen, die subjektiv und nah über das berichten, was sie selbst bewegt. Ehrlich, ungeschönt. Es geht um Politik, Kulturen, Bewegungen und das Unbekannte. 

KARAKAYA TALK (WDRfunk) 

Jung, kritisch und real. „KARAKAYA TALK“ ist eine Talkshow, die kein Blatt vor den Mund nimmt und vor komplexen Themen nicht zurückschreckt. Esra lädt Menschen auf einen Çay ein, die für gewöhnlich in der deutschen Medienlandschaft nicht gehört werden. Nicht nur eine, sondern mehrere Stimmen sprechen über Themen, die die verschiedenen Communities bewegen und gesellschaftlich relevant sind. 

In den letzten Jahren wurden bereits die funk-Formate „Einigkeit & Rap & Freiheit“ (2019), „maiLab“ (2018) und „Datteltäter“ (2017) mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet.

Mehr Informationen zu den Formaten gibt es in unserem Presseportal. Hier stehen nach der Akkreditierung auch Bilder im Downloadbereich zur Verfügung.    

 


Über funk 

funk ist das Content-Netzwerk von ARD und ZDF, das Online-Inhalte für 14- bis 29-Jährige bietet. Die über 70 funk-Formate aus den Bereichen Information, Orientierung und Unterhaltung sind auf Facebook, YouTube, Snapchat und Instagram sowie auf funk.net zu finden. Die Inhalte entstehen in Redaktionen von ARD und ZDF in ganz Deutschland und zusammen mit Creator*innen und Produzent*innen. funk arbeitet mit etablierten Köpfen der Webvideo-Szene zusammen, unterstützt und fördert aber auch Newcomer*innen. Die funk-Zentrale in Mainz trifft strategische Entscheidungen, entwickelt das Angebotsportfolio und optimiert zusammen mit den Partner*innen die Formate.

Weitere Informationen unter presse.funk.net.

STRG_F: Kieler Arzt verharmlost Corona-Pandemie

Trotz der steigenden Erkrankungszahlen gibt es immer noch Ärzt*innen, die die Corona-Pandemie verharmlosen. Der Internist Claus Köhnlein aus Kiel hat in einem Interview mit STRG_F, dem investigativen NDR-Rechercheformat für funk, das neuartige Coronavirus als „harmloses Schnupfenvirus“ bezeichnet, das „überbehandelt“ werde. Auf die Frage, ob die Menschen rausgehen und Freunde treffen und feiern könnten, antwortet er, es würde nichts passieren, wenn der Test vom Markt genommen würde. Das Leben würde so weitergehen wie bisher. Er werde den Gedanken nicht los, es handele sich lediglich um eine „Testseuche“. Einer NDR Reporterin, die eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung hat und damit als Risikopatientin derzeit in häuslicher Quarantäne ist, empfahl der Kieler Internist, sie könne sich völlig normal verhalten. Seinen Patient*innen empfehle er, sich bei Verdacht auf Corona ins Bett zu legen –  „das ist eine Erkrankung, die mit Arzt sieben Tage und ohne eine Woche dauert“. Die Bilder aus Italien bezeichnet er als „Propaganda“.

Die Ärztekammer Schleswig-Holstein zeigte sich über diese Aussagen entsetzt. Der Präsident Henrik Herrmann erklärte im Interview mit STRG_F: „Hier wird der Boden der Wissenschaftlichkeit verlassen“. Hermann weiter: „Wir haben es mit einer neuen, sehr schweren Viruserkrankung zu tun, die natürlich Ähnlichkeit mit der Influenza aufweist, aber einen ganz anderen Verlauf hat.“ Er kündigte an, mögliche Falschaussagen von Ärzt*innen berufsrechtlich zu prüfen, sobald sich die Situation beruhigt habe.

Im Gespräch mit STRG_F spielt auch der umstrittene ehemalige Amtsarzt und Ex-SPD-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Wodarg die Gefahr der Corona-Pandemie weiter herunter. Wodarg hatte bereits im ZDF und zuletzt in zahlreichen Videos auf YouTube behauptet, es gäbe keine Pandemie, wenn man nicht auf das Virus testen würde. Dafür wurde er von zahlreichen Expert*innen heftig kritisiert. Wodarg zeigt sich davon gegenüber STRG_F unbeeindruckt.

Ganz anders ordnet inzwischen der italienische Professor Matteo Bassetti, Leiter der Klinik für Infektionskrankheiten „San Martino“ in Genua, Covid-19 ein. Im Interview mit STRG_F warnte er davor, die Pandemie zu unterschätzen. Noch im Februar hatte er geäußert, viele Patient*innen würden nicht wegen des neuartigen Coronavirus sterben, sondern aufgrund von anderen schweren Alterserkrankungen. Seine Aussagen haben für Aufsehen gesorgt. Inzwischen spricht der Arzt, der selbst viele Patient*innen mit Covid-19 behandelt, von einem „Alptraum“. Das neuartige Coronavirus führe im Gegensatz zu bekannten Influenzaviren zu sehr schweren Erkrankungen der Atemwege. Auch in seiner Klinik seien nur noch wenige Intensivbetten verfügbar. Es müsse alles getan werden, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern. „Bleibt zu Hause, bleibt zu Hause, bleibt zu Hause“, so Bassetti im Interview.

Die Interviews werden heute, Dienstagabend, 24. März um 19:30 Uhr auf dem YouTube-Kanal STRG_F und auf funk.net veröffentlicht. STRG_F wird vom NDR für funk produziert.

 


Über funk 

funk ist das Content-Netzwerk von ARD und ZDF, das Online-Inhalte für 14- bis 29-Jährige bietet. Die über 70 funk-Formate aus den Bereichen Information, Orientierung und Unterhaltung sind auf Facebook, YouTube, Snapchat und Instagram sowie auf funk.net zu finden. Die Inhalte entstehen in Redaktionen von ARD und ZDF in ganz Deutschland und zusammen mit Creatorn und Produzenten. funk arbeitet mit etablierten Köpfen der Webvideo-Szene zusammen, unterstützt und fördert aber auch Newcomer. Die funk-Zentrale in Mainz trifft strategische Entscheidungen, entwickelt das Angebotsportfolio und optimiert zusammen mit den Partnern die Formate.

Weitere Informationen unter presse.funk.net.

Acht Grimme-Nominierungen für funk

Mainz, 16. Januar 2020 – Die Nominierungskommission des 56. Grimme-Preises hat sieben funk-Formate für ihre Inhalte aus dem Jahr 2019 ausgewählt: In der Kategorie „Kinder & Jugend“ sind die Formate „100percentme“, „Bongo Boulevard“, die vierte Staffel von „DRUCK“„Jäger & Sammler“, „KARAKAYA TALK“ und „Y-Kollektiv “ mit dem Video „Der Rap Hack – Kauf dich in die Charts!“ nominiert. Außerdem erhält Nemi El-Hassan für ihre Moderation von „Jäger & Sammler“ in der gleichen Kategorie eine Spezialnominierung. Zusätzlich gibt es für Nadia Kailouli und Jonas Schreijäg in der Kategorie „Info & Kultur Spezial“ für die Recherchereihe von „STRG_F“ zu einer Fahrt mit dem Seenotrettungsschiff Sea-Watch 3 eine Nominierung für funk und den NDR. 
 

Über die nominierten Formate: 

100percentme (funk)
Was heißt es eigentlich, sein eigenes Ding zu machen – und behindert zu sein? Ein Format mit und von anstatt über Menschen mit Behinderung. Bei „100percentme” kommen Amelie, Anouk, Dana, Denis, Dominik, Hannes, Jess, Leonard, Luisa, Marlon, Shugaa, Young Krillin und viele andere selbst zu Wort anstatt, dass über sie berichtet wird. Einfach Realtalk statt Schöngerede und Inspiration Porn. 

Bongo Boulevard (funk)
In der Musikshow Bongo Boulevard spielen Superstars und Newcomer auf einmaligen Bühnen. Während Marie Meimberg Künstler*innen überrascht und individuelle Bühnen an den geilsten Orten baut, analysiert Marti Fischer ihre Werke.  

DRUCK (funk/ZDFneo)
Freundschaft, Liebe und die Suche nach der eigenen Identität – in der Serie „DRUCK“ stellen sich fünf junge Frauen den Herausforderungen des Erwachsenwerdens. Ohne Vorwarnung und genau zum Zeitpunkt des Geschehens werden Szenen aus dem Alltag der Mädels-Crew veröffentlicht. In der vierten Staffel steht Protagonistin Amira im Mittelpunkt. Als gläubige Muslima lebt sie in verschiedenen Welten, die sie bisher eigentlich immer geschickt voneinander trennen konnte – bis ihre Brüder plötzlich ihre besten Freundinnen kennenlernen und Amira sich auf den ersten Blick in den schönsten Jungen der Welt verliebt. 

Jäger & Sammler (funk/ZDF)
Jung, neugierig und offensiv – das ist das „Jäger & Sammler“-Team. Sie äußern sich meinungsstark zu gesellschaftlich relevanten Themengehen den Dingen auf den Grund und scheuen die Konfrontation nicht.

KARAKAYA TALK (funk/WDR)
Jung, kritisch und real. KARAKAYA TALK“ ist eine Talkshow, die kein Blatt vor den Mund nimmt und vor komplexen Themen nicht zurückschreckt. Esra lädt Menschen auf einen Çay ein, die für gewöhnlich in der deutschen Medienlandschaft nicht gehört werden. Nicht nur eine, sondern mehrere Stimmen sprechen über Themen, die die verschiedenen Communities bewegen und gesellschaftlich relevant sind. 

STRG_F (funk/NDR)
STRG_F. Das steht für Suchen und Finden. „STRG_F“ geht dahin, wo es was zu entdecken und aufzudecken gibt. „STRG_F ist eine Gruppe junger Reporter*innen, die subjektiv und nah über das berichten, was sie selbst bewegt. Ehrlich, ungeschönt. Es geht um Politik, Kulturen, Bewegungen und das Unbekannte. 

Y-Kollektiv (funk/Radio Bremen)
Die Reporter*innen vom „Y-Kollektiv“ zeigen die Welt, wie sie sie erleben – überall und zu jeder Uhrzeit. Einmal wöchentlich werfen Journalist*innen in Web-Dokus und Reportagen auf YouTube und Facebook ihren ganz eigenen Blick auf die Welt. Echt, nah, menschlich und subjektiv. Im „Rap Hack“ wird Reporter Ilhan Coskun zum Rap-Neuling „Error281“ – und zeigt, wie Streaming-Dienste manipuliert werden können und wie gekaufte Views, Klicks und Streams von Videos und Songs den Erfolg garantieren. Nach der Veröffentlichung des Videos im Mai 2019 war die Aufregung in der Rap-Szene enorm.

 


Über funk 

funk ist das Content-Netzwerk von ARD und ZDF, das Online-Inhalte für 14- bis 29-Jährige bietet. Die über 70 funk-Formate aus den Bereichen Information, Orientierung und Unterhaltung sind auf Facebook, YouTube, Snapchat und Instagram sowie auf funk.net zu finden. Die Inhalte entstehen in Redaktionen von ARD und ZDF in ganz Deutschland und zusammen mit Creatorn und Produzenten. funk arbeitet mit etablierten Köpfen der Webvideo-Szene zusammen, unterstützt und fördert aber auch Newcomer. Die funk-Zentrale in Mainz trifft strategische Entscheidungen, entwickelt das Angebotsportfolio und optimiert zusammen mit den Partnern die Formate.

Weitere Informationen unter presse.funk.net.